Museum am Mühlturm

Der Mühlturm (16. Jahrhundert) war als Wehrturm Teil der Stadtmauer. Durch seine untere Wölbung fließt heute der versiegelte Stadtbach. Das Fließgewässer kommt vom Nachbargebäude, der bis ins 19. Jahrhundert betriebenen Stadtmühle, wo das Museum am Mühlturm heute untergebracht ist.

Das Erdgeschoss zeigt Isnys Stadtgeschichte - ausgehend von den Römern, über Kloster- und Stadtgründung, Handel und Handwerk, Zunft und Vereine, das bürgerliche Leben und vieles mehr bis hin zum 20. Jahrhundert.

Bei archäologischen Ausgrabungen in den 60er Jahren wurden am Standort des ehemaligen Kastells Vemania rund 2.000 Münzen und Schmuck gefunden. Der Römerschatz datiert aus dem 3. und 4. Jahrhundert. Münzen und Schmuck geben Aufschluss über den Einsatz der Soldaten. So stammt ein großer Teil der Münzen von einem Afrikafeldzug nach Karthago. Duplikate von Geldschatz, Halsschmuck, Ohr- und Fingerringen sind heute im Museum am Mühlturm ausgestellt (Originale im Landesmuseum Württemberg, Altes Schloss, Stuttgart). Das Rekonstruktionsmodell des Kastells veranschaulicht die Situation des Soldatenlagers im 3. Jahrhundert.

Öffnungszeiten
Do, Sa, So 14 – 17 Uhr
Führung
2. So im Monat 14 Uhr

Geänderte Öffnungszeiten über die Osterferien:

Die Öffnungszeiten in den Osterferien sind: Donnerstag, 13. April, und Samstag, 15. April, geöffnet; Ostersonntag 16. April, geschlossen!

Donnerstag, 20. April, Samstag, 22. April und Sonntag, 23. April, geöffnet.

Wie immer jeweils von 14 Uhr bis 17 Uhr.

Eintritt 3 €
ermäßigt 2 €
Kinder ab 7 Jahre 1 €

Eine weitere Ausstellung thematisiert Isnys Vergangenheit als Zentrum des Leinwandhandels. Sie stellt Geräte, Werkzeuge, Maschinen und die Phasen der Verarbeitung vom Samenkorn bis zur fertigen Leinwand vor. Eine in ihrer Art einmalige Küche aus dem 19. Jahrhundert, ein kleiner Salon sowie ein Kolonialwarenladen geben einen Einblick in das tägliche Leben unserer Urgroßeltern.

20 Tonnen Druck erzeugt die Spindelpresse in der Museumswerkstatt, einer mittelalterlichen Münzschmiede, wenn sie mit Schwung auf den Rohling niederfährt. Die Werkstatt nachzubilden, war nicht leicht. Kaum jemand wusste etwas über die Prägetechnik von einst. Es gelang dank akribischer Recherche in namhaften Museen. Heute verfolgt man dort, wie viele Arbeitsgänge einst nötig waren, bis das Geld in Umlauf kam und kann auf Wunsch selbst Hand anlegen und Münzen prägen.

Als eine der ersten Städte in Süddeutschland erhielt Isny 1507 das Münzrecht und besaß es mehr als 200 Jahre lang. Heutzutage sind Isnyer Münzen rar und werden unter Sammlern hoch gehandelt: 30 000 bis 40 000 Euro kostet ein großer Isny-Taler. Das Museum hütet einen weiteren Schatz: 350 historische Prägestempel mit verschiedenen Motiven fanden sich bei der Renovierung des Rathauses in einem Schrank eingeschlossen. Üblicherweise wurden die Stempel nach Gebrauch zerstört.
 

Museum am Mühlturm
Fabrikstraße 21
88316 Isny im Allgäu
Kontakt
Städtische Museen Isny
Ute Seibold
Fabrikstraße 21
88316 Isny im Allgäu
Tel. +49 7562 93434
ute.seibold@museen-isny.de
Ausstellung

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