Isnyer Energiegipfel

Der 9. Isnyer Energiegipfel ist am 19. und 20. März im Kurhaus am Park. Als Redner für den Hauptvortrag wurde Professor Dr. Franz Josef Radermacher von der Uni Ulm, FAW Neu-Ulm gewonnen. Der Energiegipfel ist zur festen Institution im März in Isny geworden. Damit beweisen das Regionale Energieforum Isny (REFI) und die Stadt Isny, dass Klimaschutz, Energieeinsparung und Erneuerbare Energien keine Eintagsfliegen sind.

Eröffnet wird der Energiegipfel am Samstag, 19. März um 12.30 Uhr im Kurhaus.

Wie weit die Mitglieder von REFI vorausdenken, haben sie beim Energiegipfel von Anfang an bewiesen, indem sie der Elektromobilität Platz eingeräumt haben. Wie sehr die Entwicklung hier voranschreitet, zeigen die jährlichen Infostände mit Probefahren von E-Mobilen auf zwei oder vier Rädern. Die Firma Govecs, München stellt wieder ihre Elektroroller vor und BMW ist mit einem Hybridfahrzeig vertreten. Fester Bestandteil des Energiegipfels ist seit einigen Jahren der Energiesparpreis, der alljähr-lich verliehen wird. Am Samstag, um 19.15 Uhr ist die diesjährige Verleihung. Die Schüler der Energie-AG, die den Energiesparpreis betreuen, haben ihren eigenen Infostand an beiden Tagen im Foyer des Kurhauses.   

Brennstoffzellen
Fachleute referieren am Samstag ab 13 Uhr über Speicher/Netze/E-Mobilität. Dr. Ludwig Jörissen, vom Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in Ulm, spricht über Elektromobilität mit Akku und Brennstoffzellen. Elektrische Fahrzeugantriebe könnten den Schadstoffausschuss des Straßenverkehrs deutlich reduzieren. Elektrizität, die aus Wind- und Sonnenkraftwerken gewonnen wird, könnte die Mobilität emissionsfrei machen. „Im Zuge des Klimaschutzes und der Notwendigkeit zur Reduktion des Schadstoffeintrags durch den Straßenverkehr ist die Einführung elektrischer Fahrzeugantriebe ein viel versprechender Lösungsansatz“, sagt Jörissen. Bisher erschwerte die aufwändigere Speicherung von elektrischer Energie in Fahrzeugen die E-Mobilität jedoch. Brennstoffzellen könnten die Lösung sein. Derzeit wird intensiv daran geforscht. Jörissen zeigt in seinem Vor-trag, wie weit die Entwicklung ist. Solarstrom durch Wärmespeicher effizient zu nutzen, ist für Wohngebäude eine interessante Alternative. Andreas Schlumberger, Leiter Unternehmenskommunikation bei der KACO new Energy GmbH in Neckarsulm, zeigt das Thema „Solarstrom verheizen – effiziente Nutzung von Solarstrom durch Batterie- und Wärmespeicher“, am Beispiel der Neubausiedlung Weinsberg auf. Fotovoltaik ist für private Hausbesitzer durch Eigenstromnutzung nach wie vor attraktiv. Dass Schwarmspeicher, also der Zusammenschluss von einzelnen Batteriespeichern zu einem virtuellen Großspeicher dabei eine zukunftsträchtige Lösung sind, erläutert Markus Brehler von der Firma Caterva. Dr. Ingo Stuckmann, Geschäftsführer der Zero Emission Calculator GmbH, Leipzig, wider-legt die These, ein Elektrofahrzeug zu fahren, sei unrentabel. „Wer elektrisch fährt, spart Geld“ ist sein Vortrag überschrieben. Passend dazu können Interessierte sich an beiden Tagen des Energiegipfels (Samstag 13 bis 17 Uhr und Sonntag 11 bis 16 Uhr) über die Möglichkeiten der E-Mobilität  mit E-Rollern und E-Autos informieren und auch Probefahren.  

Praxistipps
Was die Fachleute am Samstag in ihren Vorträgen schon plausibel erklärt haben, wird am Sonntag ab 11.15 Uhr in der Themenreihe „Strom sparen im Haushalt, selbst erzeugen und speichern“ auf die Praxis heruntergebrochen. Michael Maucher von der Energieagentur Ravensburg spricht über „LED – Licht im Wandel“, über Grundlagen, Austausch im Bestand und Einsatz im Neubau. Michael Stamm von Solux, Kempten, widmet sich der PV-Anlage und den Fragen, ob sie sich noch rechnet, wie ist der Stand der Technik und wie sinnvoll ist Batteriespeicherung im Wohn-gebäude. Alfons Renn von Rennergy Systems, Buchenberg erläutert die Speichermöglichkeit von PV-Strom in Wärme. Michael Maucher moderiert die Abschlussdiskussion. Wie kommen private Bauherren und Hausbesitzer an staatliche Förderung und Zuschüsse? Was sind die Voraussetzungen, wie können die Bedingungen bei Neubau und Sanierung um-gesetzt werden? Darüber informieren Agathe Peter von der Volksbank Allgäu-West und Simon Schmerker von Herz und Lang ab 14.30 Uhr.  

Ergebnisse des Klimagipfels
Professor Dr. Franz Josef Radermacher, Globalisierungsexperte und Professor an der Univer-sität Ulm hält den Hauptvortrag bei der Abendveranstaltung am Samstag, 19. März um 19.30 Uhr. Der promovierte Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler ist unter anderem Mitglied des Club of Rome und des wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Verkehr, Bau-und Wohnungswesen (BMVBW). Er spricht über „Energiewende in Deutschland – wohin geht die Reise?“. Einfließen werden dabei die Ergebnisse des Klimagipfels in Paris und seine Konsequenzen für das Land. „Windkraft in Baden-Württemberg“ ist immer noch Reizthema. Sie steht ab 20.15 Uhr bei der Podiumsdiskussion mit verschiedenen Fachleuten auf dem Programm. Diskutieren werden hierbei Wilfried Franke vom Regionalen Planungsverband Oberschwaben Bodensee, Professor Ingo Stuckmann, Dr. Thomas Speidel, Geschäftsführer der ads-Tec, Jürgen Hermann, Pro-kurist bei den Allgäuer Überlandwerken und Franz Prinz von der Beurener Berg GmbH & Co.KG. Das Publikum ist anschließend aufgerufen, ebenfalls mitzudiskutieren. Ohne das Energiekonzept von 2008, von Professor Klaus Pfeilsticker, Uni Heidelberg, gäbe es den Energiegipfel nicht. Dieses Konzept hat in Isny aber schon frühzeitiger als in anderen Städten die Energiewende vorangebracht. Pfeilsticker wird das jährliche Update des Isnyer Klimaschutz- und Energiekonzepts vorstellen.

Filmvorführung
Im Kino in Isny läuft am Donnerstag, 17. März, der neue Film „Power to Change - Die EnergieRebellion“. Der Film wurde im Februar erstmals auf der Berlinale gezeigt. Die offizielle Premiere ist am 17. März und zeitgleich wird er in Isny gezeigt. Isny ist also ganz vorn mit dabei. Die Zukunft der Energieversorgung der Welt ist dezentral, sauber und zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen, das ist die Botschaft dieses Dokumentarfilms. Passend dazu wurde der Film klimaneutral gedreht.

Donnerstag, 17. März:

  • Filmvorführung „Power to Change - Die EnergieRebellion“ im Kino Neues Ringtheater Isny

Samstag, 19. März:

  • 13 bis 17 Uhr Probefahren mit E-Rollern und E-Autos;
  • 12.30 Uhr Begrüßung im Kurhaus am Park;
  • ab 13 Uhr Vorträge zur Themenreihe Speicher/Netze/Elektromobilität;
  • 16 Uhr Update des Isnyer Energiekonzepts/eea/Klimaschutzkonzept und Ergebnisse der CO²-Messstation;
  • um 19 Uhr begrüßen Bürgermeister Rainer Magenreuter und REFI-Vorsitzender Manfred Behrning,
  • um 19.15 Uhr wird der Sieger des Energiesparpreises 2015 prämiert.
  • Um19.30 hält Professor Radermacher seinen Vortrag zur Energiewende in Deutschland;
  • ab 20.15 Uhr ist die Podiumsdiskussion „Windkraft in Baden-Württemberg“, mit anschließender Einbindung des Publikums. 

Sonntag, 20. März:

  • 11 bis 16 Uhr Probefahren mit E-Rollern und E-Autos;
  • 11 Uhr Begrüßung;
  • ab 11.15 Uhr Vorträge zur Themenreihe Strom sparen im Haushalt, selbst erzeugen und im Haus speichern, moderne Haustechnik;
  • ab 14.30 Uhr Vorträge zur Themenreihe „Kosten sparen in Neubau und Sanierung“.

› Der Flyer mit Programm zum Download als pdf-Datei

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