Archäologische Grabungen in der "Südlichen Altstadt"

In der Hofstatt, zwischen Diebsturm und Marktplatz, bekommt die Stadt ein neues Gesicht. Über den ältesten Besiedelungspuren der Stadt entsteht eine neues Viertel, für Wohnungen und Dienstleistung. Bevor hier bebaut und später gewohnt und gearbeitet werden soll, sind die Archäologen am Zug. Sie legen ein Stück Stadtgeschichte in Form von Resten der Bebauung frei, mit alten Stein- und Ziegelmauern, mit Straßenpflasterung aus Fluss- und Backsteinen und erkennbaren Grundrissen. Alles aus der Zeit vor dem großen Stadtbrand 1631. Selbst die Standorte von Webstühlen lassen sich im Untergrund finden. Die Archäologen finden aber auch eine erstaunliche Zahl an Glasgefäßen, teils sogar noch gänzlich erhalten. Zwei Holzstücke sind eindeutig zu datieren: eines ist aus dem Jahr 1319, das andere aus dem Jahr 1430.

Als letzter Bereich der Grabungen wird auf dem Areal hinter dem Hallgebäude der Schutt, der nach dem Stadtbrand 1631 abgelagert wurde, abgetragen und ältere Strukturen freigelegt. In diesem Bereich sind nur geringe Flächen durch moderne Keller gestört . Der Brandschutt liegt sozusagen unberührt und schützt tiefere, ältere Bodenhorizonte, die Aufschluss über Lebens- und Wirtschaftsformen im Mittelalter geben könnten.

 

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